Die Geschichte der Seidenraupenzucht
Die Geschichte der Seide reicht ca. 3000 Jahre v. Chr. zurück und beginnt in China. Legenden besagen, dass der damalige Kaiser Xu Fi Seidenraupen zur Herstellung von Gewändern nutzte. Später dann, soll die Gattin des Kaisers Huang Di dem Volk die Nutzung der Seide zur Herstellung von Kleidungsstücken beigebracht haben.
Den Chinesen gelang es unter Androhung der Todesstrafe, das Geheimnis der Seidenraupenzucht bis in ins frühe 4. Jahrhundert n. Chr. zu wahren. Erst dann wurden einige Seidenraupeneier außer Landes geschmuggelt. Damit verbreitete sich die Seidenraupenzucht über den Orient. Bis zum 13. Jahrhundert wurde Seide ausschließlich aus den Ländern des Orients in die restliche Welt exportiert. Daher stammt auch noch der heute gebräuchliche Begriff der “Seidenstraße” der die wichtigste damalige Transportroute bezeichnet. Bis zu diesem Zeitpunkt war Kleidung aus Seide nur den wohlhabenden Menschen vorbehalten und schon damals ein Luxusgut.
Ab dem 14. Jahrhundert verbreiteten sich die Maulbeerbaum- plantagen auch in der restlichen Welt. Als führende europäische Länder der Seidenherstellung galten Italien, Frankreich und Deutschland. So entwickelte sich die deutsche Stadt Krefeld im 17. bis 19. Jahrhundert zur bedeutendsten europäischen Metropole der Seidenherstellung.
Heute zählen Länder wie Indien, China, Japan und Thailand zu den größten Seidenproduzenten der Welt. In den westlichen Ländern ist die Herstellung von Seide kaum noch verbreitet.