Die Herstellung von Seide

Der am häufigsten vorkommende Seidenspinner ist der 15-20 mm lange Bombyx mori auch Maulbeerspinner genannt.

Das ausgewachsene Weibchen legt in wenigen Tagen 200-800 Eier ab. In den modernen Zuchtfarmen werden die Eier nach einer Entwicklungsphase bei niedrigen Temperaturen in Brutöfen langsam erhitzt, bis nach 10-15 Tagen die Raupen schlüpfen. Die Raupen werden mit den Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert, bis sie ein Vielfaches ihres ursprünglichen Gewichtes erreicht haben. Nach ca. 1 Monat beginnen die Raupen mit der Verpuppung und fertigen ein mehrlagiges Gespinst aus einem langen Seidenfaden. Da beim Schlüpfen der Raupe aus dem Kokon der Faden zerstört würde, werden die Raupen mit heißem Dampf getötet.

Durch die Behandlung mit seifenartigen Lösungen wird die Seide gereinigt und anschließend abgewickelt. Durch das so genannte Abhaspeln entsteht ein bis zu 2 km langer Seidenfaden der sich zu glatten Textiloberflächen verarbeiten lässt.

Die Herstellung von Strümpfen und Strumpfhosen wird auf verschiedene Arten praktiziert. Zu Beginn der maschinellen Strumpfherstellung wurden zwei oder mehrere Teilflächen mittels einer Naht zu einem fertigem Strumpf verbunden. In der heutigen Zeit übernehmen diese Aufgaben moderne Rundstrickmaschinen. So ist es heute möglich, Strümpfe und Strumpfhosen in hoher Qualität herzustellen.